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Die beiden Zitate des Tages widme ich heute dem Comte de Vermandois, Sohn des Königs und der Louise de La Vallière. Er starb am 18. November 1683 bei Courtrai im Alter von 16 Jahren. Seine Geschichte ist eine tragische, für ihn selbst, aber auch für seinen Vater und seine Mutter. Auch seine Geschichte erzähle ich in meinem Buch. Dass seine Seele ihren Frieden finde.

Quand le père donne au fils, rit le père, rit le fils; quand le fils donne au père, pleure le père, pleure le fils.

Wenn der Vater dem Sohne gibt, lacht der Vater, lacht der Sohn; wenn der Sohn dem Vater gibt, weint der Vater,
weint der Sohn.

Jean-François Bladé

Die offizielle Geschichte ist oft ungerecht. Und so sagt man, dass seine Mutter keine Träne um ihn vergoss mit den Worten, es sei zu viel, um den Tod eines Sohnes zu weinen, um den sie bei der Geburt nicht genug geweint habe. Auch dieses Zitat ist eine historische Lüge, um die offizielle Geschichte zu rechtfertigen. Sehr viel mehr kann man annehmen, dass Louise, die sich meisterlich zu beherrschen musste, ihre Tränen im Stillen vergossen hat.

Manche ihrer Zeitgenossen sprechen von ihrer Fähigkeit, gewisse Dinge im Vorfeld zu ahnen oder zu spüren. Und ich bin überzeugt davon, dass eine liebende Mutter spürt, wenn sich die Bindung zu ihrem Kind ändert. Sie selbst berichtet darüber, vom Tode ihres Sohnes geträumt zu haben. Bis die offizielle Nachricht kam, vergingen einige Tage. Da hatte sie keine Tränen mehr.

Les regrets permettent la parole, mais la douleur est muette.

Reue wird von Worten getragen, aber der Schmerz bleibt stumm.

Georges-Louis Leclerc de Buffon