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Mes chers,

wie immer waren wir vom Louvre tief beeindruckt. Wenn man nicht unbedingt die Mona Lisa sehen will – la Joconde, ist ja korrekt – ist der Louvre auch nicht übermäßig überfüllt, zumindest morgens nicht. Wir waren gegen neun Uhr da, und das empfiehlt sich auch. Wir besuchen besonders gern die Flügel Sully/Richelieu. In Sully befinden sich Austellungen aus der Epoche Louis XIV – das muss natürlich sein – und in Sully/Richelieu Ausstellungen zum Thema « Objects d’Art – de Louis XIV à Louis XVI« . Mes chers, ein Gedicht.

Meine heutige Galerie bezieht sich auf die Tapisserien « Histoire du Roy » – oder anders ausgedrückt: Geschichte in Bildern. Notre très cher Louis XIV hat, ebenso wie einige andere Monarchen vor ihm, einige Augenblicke seines Lebens und Wirkens einfangen lassen. Einige der Gobelins, die unter dem Titel « Teinture de L’Histoyre du Roy » bekannt sind, sind im Louvre zu bewundern.

Die ersten Entwürfe fanden übrigens noch in Zusammenarbeit mit Charles Le Brun statt. Dann gibt es plötzlich eine « Unterbrechung« , mysteriös, auf die ich noch näher eingehen werde. Der zweite Teil der Tapisseries wurde dann unter Louis XV in Auftrag gegeben, angeblich zur Manifestation der Gloire du Grand Roy. Vielleicht aber hatte Louis XV auch allen Grund, etwas verschleiern oder verstecken zu wollen. Lesen Sie dazu Die Empfehlung der Leitartikel.

Offenbar sind diese Meisterwerke schon einmal nass geworden – die dem Publikum zugewandte Seite des Königs sieht etwas entfärbt aus. Vollkommen untypisch ist auch weiße Kleidung. Nun, die Revolution ist mit derlei Gegenständen nicht freundlich umgegangen.

Abgelichtet habe ich die Tapisserien von mehreren Seiten, weil man den Eindruck der Farben tatsächlich aus allen Blickwinkeln bedenken muss. Haben Sie so viel Freude wie ich.

Der erste Teil der Serie zeigt die Audience du Cardinal Chigi, Gobelin von ca. 1672, der zweite das Wappen der Roys de France et de Navarra, darunter die beiden verschlungenen L – die Bedeutung ist hier nachzulesen: Der historische Krimi – Teil I.