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Mes chers,

tout d’abord une demande à mes amis français et canadiens: soyez patient avec moi. Je vais faire la traduction des textes, promis!

Wie angekündigt, ging es heute um das Innere der uns gestern verschlossen gebliebenen Kirchen. Die Basilique Notre Dame des Victoires haben wir heute nicht mehr untergebracht, aber auch sie wird noch ausführlich besprochen.

Warum ist uns das heute nicht gelungen? Startpunkt war, wie gestern, der Boulevard Poisonniere. Das erste Ziel war die Eglise Saint-Roch in der Rue Saint-Honoré. Koordinaten finden sich im ersten Artikel 😉

Die Kirche ist wundervoll – das Licht in ihr nimmt Sie gefangen. Sie strahlt etwas Warmes, Herzliches aus. Zudem, für Musikliebhaber spannend, werden regelmäßig in der Chapelle de La Vierge die Mardis Musicaux angeboten, die musikalischen Dienstage. Der Eintritt ist frei. Informationen finden sich auf der Website der Gemeinde: Paroisse Saint Roch.

Wir, mes chers, waren insbesondere da, weil ich die Stätte besuchen wollte, an der der Leib der Marie Anne de Bourbon begraben liegt. Offensichtlich ist die Revolution mit ihrer physischen Hülle menschlicher umgegangen als mit der ihrer Eltern. Marie  Anne de Bourbon, Tochter du Roy Louis XIV und Louise de La Vallière, erzählt, unterstützt von einigen weiteren Personen, in meinem Buch die wahre Geschichte ihrer Eltern. Da ich meine Haupt-Protagonisten sehr schätze, war es uns wert und wichtig, diesen Ort zu besuchen.

Überrascht waren wir, als wir auch Monsieur Corneilles und Monsieur Le Nostres Gedenktafel fanden! Vor dem armen André hat übrigens die neue französische Rechtschreibung nicht halt gemacht: Zu Zeiten de cher Louis XIV noch Le Nostre geschrieben, muss er sich die Transformation seines Namens in Le Nôtre gefallen lassen. Nun, der accent circonflexe, oder wie manche sagen, das « Dach » – *seufz* – hat im Französischen drei Verwendungszwecke: einmal dient er dazu, Worte mit unterschiedlicher Bedeutung auszuzeichen. sur – auf und sûr – sicher (wier in bien sûr). Zum zweiten zeigt er das Sprechen einer Länge an: le thrône spricht sich wie im Deutschen Thron. Vendôme – langes o. Zum dritten zeigt er an, dass sich an dieser Stelle im Wort in der lateinischen Urform mal ein s befand: fenêtre – fenestra. chasteau – château, daher: Louis XIV kannte sein Schloss als Chasteau de Versaie – zu dieser Wortherkunft komme ich ein anderes Mal. Und Monsieur Le Nôtre – Eigennamen sind ja vom Umtausch ausgeschlossen – heißt Le Nostre. Um das zu Ende zu bringen – und dies ist eine ernstgemeinte Frage, die vielleicht jemand beantworten kann: seit wann heißt das im französischen Louis XIV – also quatorze? Zu seiner Zeit nannte man den Herrscher wie in Deutschland Louis XIVe – also quatorzième, der Vierzehnte. Wann ist aus quatorzième quatorze geworden? Das verstört mich. Ebenso wie die Tatsache, dass man offenbar Etat, Staat, groß schreibt, aber le Roy, den König, klein. Pardon, da bin ich altmodisch.

Wo waren wir noch? Am Louvre – nicht im, der Louvre ist Dienstags geschlossen. Der Louvre hat aber einen eigenen Artikel verdient. Und da wir da so viel Zeit verbrachten, genügte diese nicht mehr für die Basilique. Sie folgt noch.