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Nos chers, wie im einleitenden Artikel bereits gesagt, soll dieser Blog hier Reiseberichte, aber auch alles andere, was uns mit Frankreich verbindet, beinhalten.

Einige wissen ja, dass ich schreibe, und auch dieses Buch führt uns zu Recherche-Zwecken immer wieder in unsere Heimat. Einige von Euch sind zudem so freundlich, « Probe zu lesen » oder mir für einen Gedankenaustausch zur Verfügung zu stehen.

So kam es zu der Geschichte, die wir heute in die Welt tragen möchten. Ein wunderbarer Freund von uns ist von manchen unserer Zeilen so berührt, dass er den Gedanken anregte, sie in diesem Blog zur Verfügung zu stellen.  Das tun wir hiermit und beginnen mit dieser Geschichte und danken Dir für diese wunderbare Idee!

Sie spielt zwar eine zentrale Rolle im Buch, wir lieben sie aber so sehr, dass wir sie vorab auf dieser Webseite zur Verfügung stellen wollen. Im Buch ist die Geschichte Teil eines Zyklus, den Louis XIV Louise de La Vallière zueignet.

Hier nun der Geschichte erster Teil

In allem Anfang gab es drei Arten von Geschlechtern, nicht zwei, wie es sich heute verhält: das männliche, das weibliche und zudem noch ein weiteres, das sich aus den ersten beiden zusammensetzte – lediglich der Name dieser Gattung existiert noch, ihre Art ist bereits lange verschwunden.

Die Art, von der ich spreche, ist die Art der Androgynen, die sich aus männlichen und weiblichen Anteilen zusammensetzt. Zudem war jeder Mensch, anders als heute, in der Gesamtheit seiner Gestalt rund, mit einem Rücken und gerundeten Seiten, mit vier Armen, vier Händen, ebenso vier Beinen, zwei absolut gleichen, voneinander abgewandten Gesichtern auf einem runden Hals. Diese beiden Gesichter formten einen Kopf mit vier Ohren. Auch alles andere war paarig angeordnet, ebenso wie sie über zwei Fortpflanzungsorgane verfügten.

Diese Art von Mensch ging aufrecht, wie in heutigen Zeiten, und wenn er sich schnell fortbewegen wollte, tat er dies wie die Gaukler, die Räder schlagen können. Sich dabei auf alle acht Gliedmaßen stützend, kam er überaus schnell voran. Man sagte übrigens, dass die männliche Art von der Sonne abstamme, das weibliche von der Erde und die androgynen vom Mond.

Auch diese letzteren waren von runder Gestalt und bewegten sich fort wie die beiden anderen. Zudem besaßen sie alle außergewöhnliche körperliche Kraft und Stärke und ebenso großen Mut. Dieser allerdings stieg ihnen eines Tages zu Kopf, so dass sie beschlossen, gegen die Götter zu kämpfen. So wollten sie in den Himmel hinaufsteigen, um die Götter zu einer Schlacht herauszufordern.

So beriet sich Zeus mit den anderen Göttern, wie denn nun zu verfahren sei. Der Fall war durchaus verzwickt: da die Götter an den Opfern und der Anbetung durch die Menschen Gefallen gefunden hatten, wollten sie sie nicht mit einem Blitzschlag töten, wie sie es mit den Titanen getan hatten; andererseits konnten sie diese Unverfrorenheit keinesfalls dulden.

Endlich ergriff Zeus, der einen Ausweg der Lage sah, das Wort: „Ich glaube, sprach er, dass es nur ein Mittel gebe, die Menschen zu retten, sie aber dennoch von ihrer Kühnheit zu befreien, und dieses Mittel bedeutet, sie zu schwächen. Ich werde sie unverzüglich trennen, bedeutet, in zwei Teile aufspalten, einen nach dem anderen.

Sehen wir, ob dieses Mittel erfolgreich sein wird, da sie dann schwächer, aber auch zahlreicher sein werden. So gesagt, schnitt er die Menschen in zwei Teile, und dies ging so leicht, wie ein Messer die Butter teilt. Bei jeder Teilung gab Zeus Apollon den Befehl, ihr Gesicht und die Hälfte des Halses nach vorn zu wenden und die Schnittfläche zu heilen.

Apollon wendete also das Gesicht und fasste die restliche Haut dort zusammen, was wir heute den Bauch nennen, als Zeichen dieses Vorgangs hinterließ er das, was man heute den Nabel heißt. Die Fortpflanzungsorgane brachte er bei allen so geteilten hinten an.