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Heute haben wir – leider – die Bretagne verlassen und befinden uns nun im Val de Loire. Leider, weil wir in der Bretagne eine fantastische Unterbringung an einem fantastischen Ort und fantastische Gastgeber hatten. Zudem fesselt uns die Bretagne bei jedem Besuch. Eine weitere ReisChambord e ist bereits geplant und gebucht 😉 Die Fahrt von Nantes nach Blois war trotz Autoroute landschaftlich ungemein fesselnd. Wir haben Orte, deren Namen uns gefielen, notiert für einen späteren Aufenthalt.

In Chambord erwartete uns sprichwörtlich die Hölle. Gestartet bei 24 Grad in Nantes, erwarteten uns hier 37 Grad im Schatten. Parkplätze für das Château sind ausgewiesen und befinden sich zwischen 5Chambord 00 m und 1000 m vom Schloss entfernt.

Liebe Leser, wir möchte ausdrücklich betonen, dass dieser Blog ausschließlich unsere Erfahrungen und unsere Meinung wiedergibt. Vielleicht haben Sie andere Empfindungen. Kurz: Chambord ist eine Touristen-Hölle. Ich dachte, schon Versailles sei in dieser Hinsicht schlimm, sowohl Louis le Grand als auch MChambord arie Antoinette werden touristisch extrem ausgeschlachtet, aber gegen Chambord ist das gar nichts. Vom Parkplatz aus wird man durch ein Dorf geführt, das einzig den Sinn zu haben scheint, Souvenirs zu verkaufen. Die Menschenmassen hinter und vor uns taten ihr übriges.

Wir lieben französische Schlösser, und insbesonders Versailles gilt unsere Leidenschaft. Daher ist es für ins selbst erstaunlich zu sagen: Chambord  hat uns nicht gefallen. Man wird leider nicht über das durchaus eindrucksvolle Entrée geleitet, sondern nähert sich von der Seite.

Unser erster Eindruck war: Das haben etliche Personen begonnen, aber niemand hat es fertig gestellt. Wo man in Versailles planvolle Symmetrien und Konstruktionen findet, scheint hier Unordnung zu herrschen. Unsere wunderbare Freundin, der wir ein Bild zusandten, kommentierte: das sieht aus wie eine Trutzburg.

Stimmt! Für uns sah Chambord auch eher so aus als ein Renaissance-Schloss. Vielleicht waren genau diese Überlegungen ausschlaggebend für François Ier, sein Fontainebleau zu bauen.

Wir waren erst gegen 16 Uhr da – um 18 Uhr wird geschlossen – in vielen französischen Schlössern ein Garant dafür, dass es sich allmählich leert. den Eindruck hatten wir hier nicht. Ja, es ist uns bewusst, dass die vielen Besucher dazu beitragen, die Schlösser  zu erhalten.

Dennoch lieben wir es, still durch die Räume zu gehen, um sie auf uns wirken zu lassen. Das funktioniert zum Beispiel fantastisch im Louvre, wenn man nicht die Mona Lisa sucht. Oder im Dezember gegen 16 Uhr in Versailles. Dann, liebe Leser, erleben Sie ein Schloss. Sie erfahren, dass da Menschen gelebt haben, die mehr sind als historische Figuren, die man Ihnen in Führungen präsentiert.

Mein Tipp: vergessen Sie eine Führung. Lassen Sie sich von Ihren Empfindungen leiten. Sehen Sie hin, spüren Sie. Dann können Sie echte Geschichte erleben – wenn Sie wollen.